Leasing
Leasing von A bis Z

Leasing leicht gemacht!
Von A wie Anzahlung bis Z wie Zinssatz werden hier die wichtigsten Begriffe rund um Leasing erklärt.

  • Anzahlung
    siehe Eigenleistung.

  • Depot
    Eine Depot-/Kautionszahlung deckt den Restwert (exklusive Umsatzsteuer) von dem Leasingobjekt bereits bei Vertragsbeginn ab. Dieses Depot bzw. Kaution ist nicht umsatzsteuerpflichtig und nicht gebührenpflichtig.
    Wird das Leasingobjekt am Ende der Laufzeit angekauft, muss nur noch die Umsatzsteuer auf den Restwert bezahlt werden. Durch das Depot entsteht eine niedrigere Gesamtbelastung gegenüber dem variablen Depot und der Leasingratenvorauszahlung.

  • Eigenleistung
    Eigenleistungen sind Beträge, die der Kunde am Beginn eines Leasingvertrages einbringt (= Anzahlungen). Diese vermindern die monatliche Belastung (Leasingrate) und die Gesamtbelastung der Leasingfinanzierung. Man unterscheidet zwischen der Leasingratenvorauszahlung, dem variablen Depot und dem Depot.

  • Gesamtbelastung
    Dieser Wert gibt die Gesamtkosten der Leasingfinanzierung an, unter der Voraussetzung, dass das Leasingobjekt am Ende der Laufzeit angekauft wird. Die Gesamtbelastung besteht aus der Summe der Leasingraten, Bearbeitungsgebühren, dem kalkulierten Restwert und der Eigenleistungen.
    Öffentliche Abgaben, wie zB gesetzliche Vertragsgebühr, sind in der Gesamtbelastung nicht berücksichtigt.

  • Kaufpreis
    Basis für eine Leasingkalkulation bildet der Kaufpreis des Leasingobjektes, den der Kunde mit dem Händler bzw. Lieferanten vereinbart. Zum Kaufpreis zählen die Anschaffungskosten und etwaiges Zubehör. Zubehör ist NOVA-pflichtig, wenn es vom Hersteller in das Fahrzeug eingebaut wird. Nachträglich eingebautes Zubehör ist nicht NOVA-pflichtig, zählt aber trotzdem zu den Anschaffungskosten. Allfällig gewährte Rabatte und Preisnachlässe reduzieren die Anschaffungskosten und ergeben letztendlich den Kaufpreis.

  • Kaution
    siehe Depot.

  • Kilometerleistung
    Die jährliche Kilometerleistung eines Kfz ist im Kfz-Leasing bzw. Fuhrparkmanagement ein wichtiger Faktor der Kalkulation. Je mehr Kilometer ein Kfz hat, desto geringer ist der Restwert am Ende der Laufzeit.

  • Leasing
    Der Begriff „Leasing“ kommt vom englischen Begriff „to lease“ und kann mit dem Begriff „mieten“ übersetzt werden. Leasing entspricht einer Gebrauchsüberlassung von Investitionsgütern gegen Entgelt.
    Beim Leasing wird der monatliche Wertverlust des Leasingobjektes bezahlt. Bei Kredit oder Barkauf werden die gesamten Anschaffungskosten finanziert. Hier liegt ein Vorteil der Leasingfinanzierung gegenüber anderen Finanzierungsformen.

  • Leasingrate
    Als Ergebnis einer Leasingkalkulation ergibt sich eine monatliche Leasingrate. Wichtige Parameter beeinflussen eine Leasingkalkulation: Kaufpreis, Laufzeit, Fahrzeugtype und zu erwartender Restwert, mögliche Anzahlungen/Eigenmittel.
    Als Faustregel gilt: Je länger die Laufzeit oder je höher die Eigenmittel kalkuliert werden, desto niedrigere fällt die Leasingrate aus.

  • Leasingobjekt
    Unter Leasingobjekt versteht man den Gegenstand, den man leasen möchte. Neben Kraftfahrzeugen können auch Mobilien, zB. Gabelstapler, oder auch Immobilien, zB. Bürogebäude sein.
    Leasingfähige Kfz sind alle Neuwagen, Vorführwagen und gebrauchte Fahrzeuge, wenn sie von Leasingfirmen, Mietwagenunternehmen oder Taxiunternehmen stammen.

  • Leasingvorauszahlung
    Die Leasingratenvorauszahlung ist eine Möglichkeit Eigenmittel einzubringen. Sie reduziert sofort den Finanzierungsbetrag und wird daher nicht auf den Restwert angerechnet. Sie darf maximal 30% vom Kaufpreis betragen und ist gebührenpflichtig.

  • NoVA
    Der Normverbrauchsabgabe unterliegen die Lieferung, der Eigenimport von bisher im Inland noch nicht zum Verkehr zugelassenen Kraftfahrzeugen. Die Höhe der Nova richtet sich nach den EU-einheitlichen Verbrauchswerten von Fahrzeugen. Unter die NoVA-Pflicht fallen Motorräder, Personenkraftwagen, Kombinationskraftwagen, Kleinbusse, Campingbusse, aber auch Sonderfahrzeuge wie zB Quads ("vierrädrige Motorräder").

  • Nullprozent-Leasing
    Manche Lockangebote versprechen ein Nullprozent-Leasing. Hier lohnt sich auf jeden Fall ein Angebotsvergleich. Die tatsächliche Gesamtbelastung des Leasingangebotes kann das vermeintlich günstige Nullprozent-Leasing ganz schön alt aussehen lassen. Denn beim Nullprozent-Leasing kann in der Regel nicht der gleiche Preisnachlass im Vergleich zur herkömmlichen Leasingfinanzierung verhandelt werden kann. Dadurch sind die Anschaffungskosten und damit die Kalkulationsgrundlage der Leasingfinanzierung automatisch höher.

  • Nutzungsdauer
    Die Nutzungsdauer ist ein wichtiger Bestandteil einer Leasingfinanzierung. Sie legt fest, wie lange das Leasingobjekt genutzt werden soll. Eine längere Nutzungsdauer führt zu einem geringeren Restwert. Im Kfz-Leasing für privatgenutzte PKW kann die Nutzungsdauer zwischen 24 und 86 Monaten liegen.

  • OK!-Gütesiegel
    Das Leasing Gütesiegel „Leasing OK!“ des Verbandes Österreichischer Leasinggesellschaften garantiert die Einhaltung definierter Mindeststandards und konsumentenfreundliche Vertragsgestaltung.

  • Restwert
    Der Restwert schätzt den voraussichtlichen Wert des Leasingobjektes am Ende der Nutzungsdauer. Im Kfz-Leasing bildet der Eurotax-Gebrauchtwagenindex die Grundlage. Eine normale Abnutzung des Fahrzeuges wird vorausgesetzt. Je mehr das Fahrzeug gefahren wird, je länger die Vertagslaufzeit ist und je schlechter sich ein Kfz am Gebrauchtwagenmarkt vermarkten lässt, desto geringer fällt der Restwert aus.
    Die Leasingraten basieren auf der Differenz des Kaufpreises und des voraussichtlichen Restwertes. Dieser Wertverlust wird durch die monatlichen Leasingraten beglichen. Wird mit überhöhten Restwerten kalkuliert, ergeben sich niedrigere monatliche Leasingraten. Am Ende der Laufzeit kann es jedoch ein „böses Erwachen“ geben, wenn das Leasingobjekt zum kalkulierten Restwert nicht verwertbar ist. Etwaige Mindererlöse muss der Leasingnehmer tragen.

  • Variables Depot
    Das Variable Depot bringt der Leasingnehmer als Eigenleistung, die in Form einer Kaution (USt frei) ein. Das variable Depot reduziert den Zinsenanteil in der laufenden Leasingrate. Außerdem dient es als zusätzliche Sicherstellung.
    Das variable Depot wird auf die Laufzeit in gleich hohen Teilbeträgen aufgelöst und mit der Leasingrate gegenverrechnet – der Leasingnehmer hat somit eine geringere monatliche Zahlrate.

  • Vergleichbarkeit von Leasingangeboten
    Folgende Parameter müssen bekannt sein und übereinstimmen, um Leasingangebote vergleichen zu können: - Kaufpreis - Nutzungsdauer - Restwert - Anzahlungen/Eigenleistung - Bearbeitungsgebühr - Vertragsgebühr (gesondert vorgeschrieben oder in Rate eingerechnet)

  • Versicherung
    Im Kfz-Leasing muss eine Vollkaskoversicherung abgeschlossen werden, da der Leasingnehmer das Risiko von Verlust, Untergang, Diebstahl etc. trägt. Wichtig ist im Rahmen der Vollkasko die Totalschadenklausel (=GAP-Deckung). Diese GAP-Deckung ersetzt bei Totalschaden den Auflösungswert des Leasingvertrages und nicht nur den Wiederbeschaffungswert des Fahrzeuges.

  • Vertragslaufzeit
    Die Vertragslaufzeit entspricht der Nutzungsdauer des Leasingobjektes und beginnt mit dem nächsten Monatsersten nach der Objektübernahme, beim Kfz-Leasing in der Regel der nächste Monatserste nach der behördlichen Zulassung.

  • Vertragsgebühr
    Die Leasinggesellschaft hebt für den Finanzminister die Vertragsgebühr ein. Diese gesetzliche Vertragsgebühr kann zu Vertragsbeginn gesondert vorgeschrieben, oder in die Leasingkalkulation eingerechnet werden.

  • Vertragsverlängerung
    Am Ende der Vertragslaufzeit hat der Leasingnehmer die Möglichkeit einen neuen Leasingvertrag abzuschließen, das Fahrzeug anzukaufen oder den Leasingvertrag zu verlängern. Bei einer Vertragsverlängerung wird der Restwert entsprechend der gewünschten Laufzeit neu bemessen.

  • Zinssatz
    Grundsätzlich kann zwischen einer variablen oder fixen Verzinsung gewählt werden. Ein Fixzinssatz gilt für die Vertragslaufzeit und verändert sich nicht. Dadurch ergeben sich Monat für Monat gleich hohe Zahlraten. Bei einer variablen Verzinsung wird der Zinssatz in regelmäßigen Abständen angepasst und orientiert sich am europäischen Zinsniveau (3-Monats-Euribor, dem europäischen Zwischenbanken-Zinssatz). Die Änderung des Zinsniveaus kann laufend beobachtet und nachvollzogen werden.

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